Dieser Test ist sinnvoll, wenn man sich noch im nachhinein impfen lassen möchte. Meist überzeugt die Krankenkasse schon ein negativer Test um die fast 500€ teure HPV-Impfung auch nach dem 18.Lebensjahr zu übernehmen.

Auch nach einer Konisation ist eine HPV-Impfung bei negativen HPV-Test noch möglich und die Kosten werden von fast allen Kassen mit einem ärztlichen Attest und dem negativen HPV-Testergebnisses problemlos übermommen.

So kann nach der neusten Studie die HPV-Impfung vor einer erneuten Reinfektion schützen!

 

Allgemein:

In den letzten Jahren haben anerkannte Studien den Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein bestimmter humaner Papillomviren (HPV) und der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs klar erwiesen.  Diese Viruserkrankung wird sexuell übertragen und ist häufig symptomlos.

Bei der Mehrzahl der Frauen kommt es nach einigen Monaten zur Eliminierung des Virus. Bleibt das Virus jedoch weiterhin nachweisbar. So ist dies eine Voraussetzung für die Entstehung und das Fortschreiten einer Krebsvorstufe bzw. Krebserkrankung des Gebärmutterhalses.

Gebärmutterhalskrebs ist mit 500.00 Fällen weltweit immer noch die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die gesetzliche Krebsvorsorge beinhaltet die zytologische Abstrich-Entnahme (Pap-Abstrich), wodurch 70% der potentiellen Fälle erkannt werden.

 

Die HPV-Diagnostik ergänzt die gesetzliche Krebsvorsorge, ist aber in dieser nicht routunemäßig enthalten. Während der gynäkologischen Untersuchung wird hierbei ein zusätzlicher spezieller Abstrichtupfer benutzt und das gewonnene Material zur Laboruntersuchung eingeschickt.

 

Die Sicherheit des Testergebnisses beträgt bei unauffälligem Pap-Abstrich und fehlendem HPV-Befall nahezu 100%.

 

Bei jüngeren Frauen sind HPV-Infektionen und geringgradige Zellatypien des Gebärmutterhalses sehr häufig, aber ohne schwerwiegende prognostische Bedeutung. Um eine Überdiagnostik und Übertherapie zu vermeiden, wird zur Zeit empfohlen, dass ein Screening mit einer HPV-Diagnostik erst im Alter von 30 Jahren begonnen wird.