Seit vielen Jahren besteht die Möglichkeit mit einer kupferhaltigen Spirale, welche in die Gebärmutter eingelegt wird, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Diese Form der Verhütung ist insbesondere für Frauen geeignet, welche keine Hormone einnehmen möchten.

Die Spirale stört durch die Abgabe von winzigen Mengen Kupfer die Beweglichkeit der Spermien und verhindert die Einnistung eines Eies. Die Funktion der Eierstöcke bleibt erhalten. Es werden keine Hormonmangelerscheinungen beobachtet. Die Intensität und Dauer der Periodenblutung kann sich bei manchen Frauen verändern.

Die Einlage der Spirale erfolgt während der Regelblutung und ist nur wenig schmerzhaft. Auf Wunsch wird eine Lokalbetäubung des Gebärmutterhalses durchgeführt. Eine seltene Komplikation stellt die Verletzung der Gebärmutterwand dar ( 0,1 – 1 % ) .

Zusätzlich zu den jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchengen
sollte die Lage der Spirale in der Gebärmutter in halbjährlichen Abständen mittels Ultraschalluntersuchung überprüft werden, um zu verhindern, dass es aufgrund einer unbemerkten Lageänderung der Spirale in der Gebärmutter zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt.


Die Kosten für die Verhütung einer Schwangerschaft werden nach dem 19. Lebensjahr nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.